Das Problem
Zwischen zwei Systemen sitzt fast immer ein Mensch. Jemand liest eine Bestellung aus dem Postfach und tippt sie ins ERP. Jemand überträgt Zahlen aus einem Portal in eine Tabelle, weil die Schnittstelle fehlt. Diese Arbeit taucht in keiner Kostenstelle auf, kostet aber jeden Tag Stunden – und sie ist fehleranfällig, gerade weil sie stumpf ist. Zwei Nebenwirkungen wiegen dabei schwerer als der Zeitverlust: Der Prozess läuft nur, solange die eine Person da ist, die ihn kennt. Und niemand kann sagen, wie lange ein Vorgang tatsächlich dauert, weil nichts davon protokolliert wird. Wächst das Volumen, wächst der Aufwand mit – linear, mit jeder zusätzlichen Bestellung.
Wie wir vorgehen
Zuerst messen wir, was der Prozess heute kostet: wie oft er läuft, wie lange ein Durchlauf dauert, wo er hakt. Ohne diese Zahlen ist jede Automatisierung eine Wette. Dann schneiden wir den Prozess in Schritte und entscheiden je Schritt, ob er automatisiert, vereinfacht oder gestrichen werden sollte – manches lohnt sich nicht, und das sagen wir dann auch. Gebaut wird in n8n, ergänzt um eigene Bausteine, wo die Standardknoten nicht reichen. Jeder Schritt bekommt einen definierten Fehlerfall: Was passiert, wenn ein Feld fehlt, ein System nicht antwortet, ein Wert unplausibel ist. Unklare Fälle landen bei einem Menschen, statt geraten zu werden. Vor der Inbetriebnahme läuft die neue Strecke – der durchgehende automatische Ablauf – parallel zum bisherigen Weg, bis die Ergebnisse übereinstimmen. Danach übergeben wir Dokumentation und Monitoring – Sie sollen sehen können, ob die Automatisierung arbeitet, ohne uns zu fragen.